Solidarität? Im Arsch!

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Es war der sonnige (kein Witz) Nachmittag des Neujahrestags 2021. Das neue Jahr war noch ganz frisch, das alte noch nicht ganz alt… Erinnern wir uns an 2020: “Corona”, Lockdown… Solidarität?!

Die vielbeschworene Solidarität begann beim frenetischen Balkongeklatsche und endete beim Hamstern von Hefe und Toilettenpapier. Vielleicht hatte das ja ausgereicht, um die Leute etwas wachzurütteln? Von wegen: Anstand, Zivilcourage oder plumpe “Nettigkeit”?

In unserer Familie feiern wir die Rauhnächte. Dazu gehört unter anderem auch, dass man einen Brief ans Universum schreibt und diesen später dann verbrennt. Die Asche streut man in ein fließendes Gewässer. Auf diese Weise nimmt man “Abschied” vom alten Jahr und kann sich auf das neue einstimmen.

Das haben wir zelebriert, und am besagten Neujahrsmorgen wollten wir die Asche in die Sieg streuen. Um es kurz zu machen: Unser Sohn (5) war mit Extremausrüstung auzsgestattet, um etwas in die Sieg gehen zu können, damit die Asche gut wegfließen kann. Das endete aber mit dem Unvermeidlichen: unser Sohn wurde zum zweiten Mal getauft… Junior rutschte aus und landete komplett im Fluss, er war nass bis auf die Haut.

Die Sonne schien, aber es war eiskalt und der Wind blies ordentlich. Das hatte keinen der massig dort anwesenden Spaziergänger davon abgehalten, den Neuhajhrsspaziergang dort zu absolvieren. Für etwas Hilfe (vielleicht einen Schal anbieten, oder zumindest eine Nachfrage ob alles “okay” ist) hat es dann aber doch nicht gereicht. Wir waren immerhin ein ordentliches Stück vom Auto weg. So legten wir unsere Klamotten zusammen, damit Flilius halbwegs warm ins Auto kommen konnte. Danke ihr Arschgeigen – für nichts!

Nein, Leute… Solidarität ist eine naive Wunschvorstellung. Sonst nichts… Gelernt haben die Menschen nicht, aber hatte ich das eigentlich wirklich erwartet?

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